Neuer Bahnhalt „Marburg-Mitte“ kann wichtiger Verkehrsknotenpunkt werden

FDP Marburg: Neuer Bahnhalt „Marburg-Mitte“ kann wichtiger Verkehrsknotenpunkt werden – aber bitte ohne Rückbau von Straßen

Die FDP Marburg begrüßt die Machbarkeitsstudie und die Diskussion um einen möglichen neuen Bahnhalt „Marburg-Mitte“ ausdrücklich – sofern dieser sinnvoll in den innerstädtischen Verkehr eingebettet und nicht als Vorwand genutzt wird, zwischen Erlenring und Ortenberg „MoVe35“-ähnliche Maßnahmen durchzuführen.

„Marburg braucht smarte Verkehrsverknüpfungen statt ideologischer Verkehrsversuche. Ein zentral gelegener Bahnhalt Marburg-Mitte kann ein echter Gewinn für Pendlerinnen und Pendler, Studenten, Beschäftigte am Pharmastandort sowie Besucher unserer Stadt sein - wenn denn die Deutsche Bahn überhaupt mitspielt“, erklärt Christoph Ditschler, FDP-Vorsitzender.

Bereits im Kommunalwahlprogramm sprechen sich die Freien Demokraten dafür aus, einen neuen Verkehrsknotenpunkt „Marburg-Mitte“ gut anzubinden. Christoph Ditschler weiter: „Auch für Fußgänger und Radfahrer von den Lahnbergen über den Alten Kirchhainer Weg kommend wäre Marburg-Mitte auch sehr interessant, zumal die FDP Marburg ein Wohn- und Gewerbegebiet auf den Lahnbergen vorschlägt.“

„Neue Infrastrukturprojekte müssen den Verkehrsfluss verbessern und dürfen nicht zu neuen Engpässen führen. „Ein Bahnhalt in der Mitte der Stadt muss Teil eines intelligenten Gesamtkonzepts sein – mit guter Busanbindung, digitalen Informationen, kurzen Wegen und Park-&-Ride-Lösungen. Nur so entsteht ein echter Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer“, so Michael Selinka, FDP Marburg.

Lisa Deißler, FDP Marburg, ergänzt: „Gerade vor dem Hintergrund knapper Kassen mahnen wir aber zu Realismus und Prioritätensetzung: Planung, Kosten und Nutzen müssten transparent offengelegt und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig eingebunden werden. Marburg-Mitte darf kein Prestigeprojekt werden, sondern muss ein funktionaler Baustein für eine moderne, vernetzte Stadt sein.“

Ditschler, Selinka und Deißler warnen aber: „Der Bau darf nicht dafür genutzt werden, Maßnahmen, die an das Verbots- und Sperrenprogramm „MoVe35“ erinnern, zwischen Erlenring und Ortenberg, also rings um den neuen Bahnhalt, durchzusetzen. Wir befürchten da eine „Umweltspur“, zu der wir bereits eine kleine Anfrage gestellt hatten. Es darf nicht zu einem Rückbau und zu einer Verengung von wichtigen Straßen oder einer weiteren Verlangsamung und Einschränkung des Straßenverkehrs kommen.“

V.i.S.d.P.: Christoph Ditschler